Fitzek, Sebastian – Die Therapie

Die Therapie
Mein Jänner-Lesemonat steht unter dem Zeichen von Fitzek. Da mir „Der Augensammler“ und „Der Augenjäger“ so gut gefallen haben und mir gesagt wurde, dass diese jedoch bei weitem nicht an seine ersten Werke heran kommen, habe ich mich an seinen Debütroman herangewagt. Tja, was soll ich sagen …
lest selbst 🙂

Inhalt
Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …

Meine Meinung
Ganz ehrlich? Enttäuschung mag mein Gefühl gegenüber diesem Buch nicht ganz treffen, aber meine Erwartungen waren viel höher. Ich hatte anfängliche Schwierigkeiten, mich auf den ersten Seiten des Buches zurecht zu finden. Fitzek lässt den Leser mitten in die Geschichte platzen,  ohne dass er den Leser zunächst an die Hand nimm, um ihn mit aller Vorsicht an die Geschichte heranzuführen. Ich war zunächst irritiert, stand auf der Leitung und verstand überhaupt nicht, was eben passiert ist. Von Anfang an stellten sich mir unheimlich viele Fragen, die bis kurz vor den letzten Seiten unbeantwortet blieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es seitens des Autors Absicht war, seine Leserschaft genauso wirr und wahnsinnig zu machen, wie es letztlich dem Protagonisten Viktor Larenz ergangen ist. Die Geschichte selbst war durchaus spannend, wenn es sich meinerseits nicht um diese klassische Spannung handelt, die ich sonst bei einem Thriller empfand. Ich hatte weder das Bedürfnis, sofort und auf der Stelle das Buch bis zum Ende durchzulesen, noch befiel mich Angst. Vielmehr war mir die Geschichte einfach nur schleierhaft und machte mich neugierig 🙂 Neugierig, da ich mir einfach überhaupt keinen Reim darauf machen konnte, was mit Josy passiert sein könnte.
Positiv hervorzuheben sind die definitiv sehr kurzen Kapitel, was mir das Lesen sehr kurzweilig machte. Auch die Sprache ist eben typisch Fitzek – angenehm kurze Sätze und flüssig zu lesen. Die Thematik selbst fand ich sehr informativ und dass Fitzek auch bezüglich den diversen Krankheitsbildern eine sehr gute Recherchearbeit geleistet hat.
Ich habe mich letztlich aufgrund des Endes nur für drei Sterne entschieden. Für meinen Geschmack zu unrealistisch, zu flach, zu unglaubwürdig und auch zu verflochten. Da ich nicht spamen möchte, muss ich hier auch bereits einen Punkt setzen.

Fazit

Das Buch für mich in wenigen Worten: abstrus, verrückt, verwirrend, irritierend, nicht direkt spannend, sondern weckte in mir vielmehr meine Neugierde. Sicherlich ein empfehlenswertes Buch, doch ich hoffe, dass die weiteren Bücher von Fitzek wieder etwas an Fahrt zulegen.

30stars

Das Buch bei Amazon

Taschenbuch: 336 Seiten

Verlag: Knaur; Auflage: Originalausgabe, 11. Auflage, (Juni 2006)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3426633094

ISBN-13: 978-34266330

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